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Chronologie eines Projekts

Herbst 2012: grundsätzliche Entscheidung, die in analoger Form oder auf physischen Datenträgern digital vorliegenden audiovisuellen Medien der SULB bestandserhaltend und möglichst zukunftssicher zu konvertieren. Begrenzt bleiben sollte dies auf die besonders bedeutsamen und dem spezifischen damaligen Bestandsprofil der SULB entsprechenden Sammlungen, also die Medien mit Bezug zur Saarregion („Regionalia“ / „Saarlandica“) und zur wissenschaftlichen Fachdisziplin Psychologie.

November 2012: Abfrage und Export der Metadaten audiovisueller Medien aus dem Bibliothekssystem LIBERO
Abgefragt wurden die LIBERO-Medientypen (in Klammern Erläuterung und Anzahl):

Diese Medientypen speisen sich aus den Angaben spezifischer MAB-Felder, die beim Import in LIBERO-Medienarten übertragen werden, bauen also auf kollektiven Festlegungen der Inhalteersteller und der SWB-Katalogisierer auf ⇒ keine Festlegung der SULB
Ergebnis: 3409 Medieneinheiten aller Sachgebiete (mit rudimentären bibl. Daten, aber Katalog-IDs zur Kontrolle)

November / Dezember 2012: Zuweisung der erhobenen Medieneinheiten zum Fach-/Sachgebiet „Saarlandica“ oder „Psycholgie“ durch die Fachvertreter der SULB Dr. Reinhold W. Weber und Eva Elisabeth Kopp (⇒ Spalte in Exceltabelle)

Januar 2013: Erstellung einer Access-Datenbank mit den exportierten Daten, dem hinzugefügten Sachbezug und fünf Bearbeitungsstatus der Medien:

November 2012 - Februar 2013: Aufbau von vier PC-Digitalisierungsstationen und einem Kontrollarbeitsplatz in der SULB-IT.

Erfassungsgeräte

Erfassungssoftware

Januar bis Februar 2013: Technisch-sachliche Festlegungen. Klärung, Abstimmung und Festlegung der langzeiterhaltungsfähigen Formate

Anmerkung: Die Empfehlungen von Kollegenseite waren im Jahr 2013 sehr vage, man erhielt keine wirklichen Handlungsvorgaben. Konkrete Dateiformate oder gar Multimedia-Codecs wurden nicht genannt. Auch die Fachveröffentlichungen bewegen sich in diesen Fragen im Ungefähren und beschränken sich nicht selten auf banal-allgemeine Festellungen. Daher hat die SULB-IT folgende Festlegungen getroffen, die hier für relativ zukunftssicher gehalten werden. Spätere Konversionen sind ohnehin unvermeidlich, mit diesen Dateientypen und Multimedia-Codecs aber vermutlich problemlos zu bewerkstelligen.

Festlegungen

Audio-Dateien (wav-Format):
Quelle: Datei-Rip aus digitaler Audio-CD oder Aufnahme über Audacity (analoge Audio-Kassette, Schallplatte)
– Codec: PCM S16 LE (s16l)
– Channels: Stereo
– Sample rate: 44100 Hz
– Bits per sample: 16

Video-Dateien (avi-Container):
Quelle: Aufnahme über Pinnacle-Studio (analoge Video-Kassette)
Videostream:
– Codec: DV Video (dvsd)
– Resolution: 720×576
– Frame rate: 25
– Decoded format: Planar 4:2:0 YUV
Audio-Stream:
– Codec: PCM S16 LE (aravv)
– Channels: Stereo
– Sample rate: 48000 Hz
– Bits per sample: 16

CD- und DVD-Datenträger:
Von diesen bereits physisch vorhandenen digitalen Datenträgern wurde sicherheitshalber und zur flexibleren späteren Verwendung immer ein Dateiträgerabbild nach ISO-9660 Standard mit Joliet-Dateisystem angefertigt (Ausnahme: reine Audio-CDs, deren Audio-Inhalte in WAV-Dateien extrahiert wurden, s.o.)
Enthalten sein können in den ISO-Images also sowohl Computerdaten (inkl. Installationsdateien für Programme) als auch multimediale Inhalte wie DVD-Videos mit deren spezifischen Dateiformaten in Video_ts-Unterordnern. Diese Ordnerstruktur wurde im ISO-Abbild beibehalten, bestehende Multimediaformate (in der Regel .vob) nicht konvertiert.

März 2013 bis November 2013: Digitalisierungsphase durch zwei TVL-E3-Kräfte mit 12h/Woche unter Anleitung und Betreuung durch die SULB-IT

Abschluss November 2013: die angeforderten Digitalisate der früheren analogen audio-visuellen Inhalte bzw. die digitalen Kopien vorhandener digitaler Datenträger lagern auf einem NAS-Netzspeichersystem nach RAID-5-Standard. Das System umfasst:

(eine mengenmäßige Auswertung nach Sachbezug ist bis dato nicht durchgeführt worden)

ToDos und offene Fragen